minifans.de | technik - DIE HUTZE

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      die Hutze [scupa minimalis]

     

      Gattung: Säugetiere
      Ordnung: unbekannt (evtl. Katze oder Hund?)
      Grösse: bis 30cm
      Höchstalter: noch undokumentiert
      Verbreitung: Europa und Nordamerika; selten: Japan und Aus tralien


      Heute möchte ich Ihr Augenmerk für einen Augenblick auf einen ungewöhnlich possierlichen Bewohner unserer Fauna richten, welches

      mit ein wenig Geschick und Geduld auch in unseren heimischen Gefilden auf freier Wild-Bahn zu beobachten ist: die sogenannte 

      „kleine Hutze“: scupa minimalis. Seine biologische Herkunft ist noch wenig erforscht, es handelt sich wohl ursprünglich um eine

      misslungene Züchtung eines fehlgeleiteten Möchtgern-Darwins oder einfach um ein Laune der Natur.

      Dieses recht kleinwüchsige und manchmal aufgrund seiner Unbeweglichkeit etwas unbeholfen wirkende Tierchen ist meist auf eine

      geschickte Tarnung bedacht, so nehmen die meisten Exemplare gern chamelionesk die Farbe seiner Umgebung an und vertrauen so

      darauf, von seinen natürlichen Feinden, wie z. B. dem grossen Golf, dem getriebenen Jaguar oder dem geladenen Woll-Wo, nicht

      erkannt zu werden.

      Vereinzelt sind doch neuerdings junge Hutzen beobachtet worden, die mit einer bisher ungesehenen Mimikrie in Form von Leucht-

      oder Warnfarben aufwarten und den Beutefeind so durch Vortäuschen von Ungeniessbarkeit oder Giftigkeit vertreiben möchten oder ihn

      durch das wechselnd schillernde Farbenspiel verwirren und damit seine Überlegenheit vorzuspiegeln versuchen. Der Farbenvielfalt

      seiner Erscheinung scheint also innerhalb weniger Generationen wohl keine Grenzen mehr gesetzt zu sein – so würde es mich nicht

      wundern, schon im kommenden Frühling vielleicht auf ein erstes Jungtier mit selbstilluminierndem Gefieder, entliehen aus der schier

      unerschöpflichen Trickkiste der Tiefsee, zu stossen – aber wer weiss das schon zu sagen?

      Wenn man eines dieser wasserscheuen Tierchen erst einmal vor der Kamera hat, ist es immer wieder erstaunlich zu beobachten, wie

      es bei einem plötzlichen Regenschauer im Galopp zurück zur schützenden Behausung huscht und sich schon beim nächsten

      Sonnenschein die lustig streifigen Wasserränder vom Rücken putzt, um seinen Artgenossen, vermeintlich eitel, wieder sein prächtiges

      Antlitz zu päsentieren

      Auf der anderen Seite ist dieser kleine Racker ist trotz seiner grossen Scheu doch ein höchst neugieriges Exemplar. So hat es zum

      Beispiel die liebenswerte Eigenart, sich häufig am Eingang seines Baus, der sogenannten „Haube“, auf die Lauer zu legen und das oft

      bunte Treiben in der Umgebung seiner Behausung aus seinem Lug heraus zu seiner eigenen Erheiterung zu beobachten. So liegt auch

      die Schlussfolgerung nicht fern, es sei im Grunde ein recht geselliger und umgängiger Genosse.

      Sein Jagdinstinkt ist indes nicht zu unterschätzen, denn obwohl die Hutze als überaus friedfertig und verspielt gilt, gibt es gute Gründe

      zu der Annahme, ihr sei schon die eine oder andere Taube zum Opfer gefallen. Wovon sich Hutzen wirklich ernähren, wird den

      Forschern wohl noch länger verborgen bleiben. Vielleicht frisst es einfach nur Fliegen. Dass sich aber einzelne Exemplare dieser Art

      nachts auf der Suche nach Nahrung in Motorräume von Kleinwagen auf der Suche nach Auto-Mardern begeben, gehört wohl ganz klar

      ins Reich der Schauermärchen, mit denen man Grundschulkindern ungewollt eine sicher unbegründete Angst vor unseren herzigen

      Mitbewohnern einimpfen möchte.

      Völlig unbegründet scheint mir auch die immer noch unterschwellig vorhandene und jüngst immer wieder geäusserte Angst, dieses für

      den Menschen völlig ungefährliche Tierchen übertrage gefährliche Strahlenkrankheiten. Selbst, sollte der unwahrscheinliche Fall einmal

      unvermittelt eintreten, kann man immer noch ganz in Ruhe eine aluminiumbeschichtete Folie (z.B. eine Antifrost-Matte) über das 

      infizierte Tierchen stülpen und damit sich selbst vor dem Allerschlimmsten schützen und gesundheitliche Schädigungen für

      unschuldige Passanten in Grenzen halten.

      Über sein Paarungsverhalten ist leider sehr wenig bekannt, doch hat die heimische Population hat in den letzten Monaten stark

      zugenommen. So wird der eine oder andere von Ihnen vielleicht bald auch einmal einem dieser possierlichen Racker auf freier Wild-

      Bahn zu begegnen.

      So das wars für heute, freuen Sie sich auf das nächste Mal, wenn ich Ihnen das stimmgewaltige Doppelrohr vorstellen werde.

      Ihr Heinz Sielmann.

 

      Danke an "Scotty" aus dem mini2.info-Forum, für diesen Beitrag.

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